Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus

86 Jahre ist die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten nun her – wir gedenken ihrer Opfer an diesem Tag.
Viele Jahre waren Gedenktage wie dieser ein Akt, um dies würdig zu tun.
Es wurde rituell gemahnt. Das Grauen war weit weg. In der Vergangenheit.

Doch wir erleben nun wieder andere Zeiten!

Zeiten, in denen eine Partei im Bundestag Menschen mit Behinderung als nicht gleichwertig ansieht.

Zeiten, in denen auf einmal wieder Dinge laut gesagt werden, die bis vor Kurzem undenkbar waren.

Es sind Zeiten, in denen es an der Zeit ist, mehr als nur zu gedenken – Haltung zeigen.

Zeiten, in denen die Frage an die Großeltern “Was hast Du damals getan?” an uns selbst im Raum stehen kann.

Die Zeiten des bloßen Gedenkens sind vorbei –
Wir müssen handeln.


 

100 Jahre Frauenwahlrecht – haben wir die Gleichberechtigung erreicht?

100 Jahre Frauenwahlrecht – haben wir die Gleichberechtigung erreicht?

Juristisch ist die Gleichberechtigung seit Jahren erreicht. Aber seien wir doch mal ehrlich! Kürzlich hat sich meine Tochter ein Getränk gekauft – auf diesem wurde die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen bemängelt. Was für ein Armutszeugnis ist das denn? Dass wir im 21.Jahrhundert immer noch darum kämpfen müssen, dass Frauen überhaupt – im Durchschnitt, aber eben auch in denselben Berufen – den gleichen Lohn wie Männer erhalten? Und dass inzwischen Getränkehersteller sich das zur Agenda machen (müssen)? Und in der Politik? Im Bund wie in Bayern gibt es jetzt weniger statt mehr weibliche Abgeordnete.

Wir reden hier aber nicht über einen Minderheitenschutz, sondern über gut die Hälfte der Bevölkerung. Also, wir alle sollten aktiv gegen den sogenannten Rollback sein. Kein Fußbreit rückwärtsgewandten Tendenzen!

Me-too steht für eines der vielen Probleme. Wir müssen über jede strukturelle Benachteiligung von Frauen reden – zum Beispiel über die nicht angemessene Repräsentation von Frauen in den Vorständen von Wirtschaftsunternehmen, in den höheren Etagen der Medien oder der Hochschulen. Um in all diesen Punkten Gleichberechtigung zu erhalten, braucht es eben auch klare gesetzliche Rahmenbedingungen.

Wenn wir aber über „me too“ sprechen wollen: „me-too“ sollte das Problem der Gewalt von Männern an Frauen sichtbar machen. Und das hat die Kampagne sicher auch ein Stück weit. Wobei man – ehrlich gesagt – erstaunt sein durfte, dass Menschen so erstaunt waren. Jede dritte Frau ist von Gewalt betroffen gewesen, dazu gibt es mannigfaltig Studien.

Wichtig ist: Die Frau als Opfer muss sichtbar sein, aber viel wichtiger ist: Der Fokus muss weg von der Frage, wie verhindert werden kann, dass Frauen Opfer von Gewalt werden, hin zur Frage, wie verhindert werden kann, dass Männer zu Tätern werden.

[Info: der Text wurde vorab in inFranken veröffentlicht: Was sagen Frankens Erfolgsfrauen zur Gleichberechtigung]

 

BR: Barbara und Claudia Stamm: Kann man Politik einfach loslassen?

BR: Barbara und Claudia Stamm: Kann man Politik einfach loslassen?

„Der Bayerische Landtag war lange Jahre der Stamm-Sitz von zwei Politikerinnen, Mutter und Tochter:

„Ich sage immer, ich habe die Politik mit der Muttermilch eingeflößt bekommen, also auch wirklich aktive Politik. Dieser Rausflug aus dem Landtag war vorhersehbar und deswegen war diese Zäsur nicht schmerzhaft oder schlimm für mich.“ Claudia Stamm“

Veröffentlicht am 17.01.19
Quelle: BR

Zum BR Beitrag

Jahresrückblick 2018

Aktionen, Auszeichnung, Ausstellungen, Reden halten  – irgendwas war immer [Team Claudia Stamm]

Ratschkartell mit André Hartmann
Benefizkonzert u.a. mit Ecco Meineke

 

Europa Tag Augsburg
Aktion gegen das Polizeiaufgabengesetz
Ausstellung von Christian Deutschmann im Wasserturm in Dachau
Telefonaktion Sternstunden 2018
Auszeichnung: „Franke mit Rückgrat“

 

Fachgespräche 2018

Asyl, Polizeiaufgabengesetz, Psychiatrie”Hilfe”Gesetz, Autismus, gendergerechte Sprache – unterschiedlicher konnte das Jahr bei meinen Fachgesprächen mit Expert*innen kaum sein!
Aber so habe ich meinen Job als Abgeordnete eben verstanden….

 

 


 

Mit den besten Wünschen für die Weihnachtszeit – in der Hoffnung auf ein besseres Jahr 2019

Liebe alle,

das Jahr 2018 war sehr einschneidend für mich – so sehr, dass mir nach wie vor oft Worte fehlen. Mein Leben hat sich grundlegend verändert. Meine Prioritäten liegen, müssen jetzt wo anders liegen: Ich muss mehr Verantwortung für meine wunderbare Familie übernehmen. Der Schicksalsschlag hat mein Leben viel mehr verändert als mein Ausscheiden aus dem Landtag.

Am 30. Oktober habe ich nach fast 10 Jahren Zugehörigkeit zum bayerischen Landtag meine Schlüssel und meine MdL-Karte bei der Verwaltung abgegeben. An dieser Stelle will ich mich bei den ganz wunderbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landtagsamts von der Pforte bis zur Spitze des Hauses bedanken. Ich werde einige davon regelrecht vermissen.

Doch meine politische Arbeit ist mit dem Ausscheiden nicht beendet. Im Gegenteil: Die drei Großdemonstrationen von „NoPAG“„ausgehetzt“und „Jetzt gilt´s“ haben gezeigt, dass echte Oppositionspolitik in Bayern längst außerparlamentarisch stattfindet. Der mutige Wahlkampf hat mich überzeugt, dass der Schritt zu einer neuen, anderen Partei richtig war. Viele Menschen interessieren sich plötzlich für Politik und engagieren sich. Für die Rechte von MigrantInnen, für queere Belange, für Rechtsstaat und Demokratie. In den nächsten Jahren will ich mit mutigen Mitstreiter*innen dafür kämpfen, dass die Ideen und Konzepte für eine gerechte, soziale und ökologische Zukunft zu einer politischen Macht werden. Ich freue mich darauf, mit Ihnen und Euch für eine Welt einzutreten, die statt Smartphones und SUVs Mensch und Umwelt im Auge hat.

Der Kampf für eine bessere Welt ist sicher auch im Sinn meines verstorbenen Mannes, war er doch derjenige, der immer mit Leib und Magen die Klimakonferenzen mit seinem Blick festhielt. Gerade musste ich die erste COP ohne Live-Berichterstattung und seine tollen Fotos erleben.

@Hajü Staudt – passend zu Greta, dem Mädchen, das die diesjährige COP wach gerüttelt hat, lesen die JournalistInnen in Paris „DO.THERE IS NO TRY.“

Mein Leben ist von Beginn an von Politik und vom Einsatz für eine gerechtere Welt geprägt. Politik wird sicher auch mein künftiges Leben begleiten – wie und in welchem Umfang wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Dieser Newsletter hat in den vergangenen Jahren vor allem über meine politische Arbeit im Landtag berichtet. In Zukunft möchte ich über meine außerparlamentarische Arbeit schreiben, über Themen und Menschen informieren, die Eure Aufmerksamkeit, Solidarität und Engagement brauchen. Ebenso wie mein Leben wird sich auch dieser Newsletter deshalb ändern. Vielleicht wird er etwas seltener, unregelmäßiger erscheinen, vielleicht aber auch etwas bunter werden und befreiter. Ich bin selbst gespannt.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die Unterstützung bei meiner Arbeit bedanken, auch für Ideen und Entwurf des Newsletters: Ein großes Danke an meine MitarbeiterInnen, an KollegInnen, an die vielen, die sich mit Ihren Anliegen und Ideen an mich gewandt haben und an diejenigen, die mich bei meinen Anliegen unterstützt haben. Bei den vielen ReferentInnen meiner Fachgespräche im Landtag; vor allem ein Riesen-Danke an alle, die mir auch in schweren Tagen zur Seite standen. Dies hat mich des öfteren sehr, sehr gerührt.

Ich wünsche Ihnen und Euch ein wundervolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein mutiges, neues Jahr 2019!

(Ganz ehrlich: Ich könnte ein besseres gebrauchen)

Ihre und Eure

Claudia Stamm

P.S. Über meine Aktivitäten und Termine können Sie sich gern über folgende Kanäle informieren bzw. mit mir in Kontakt treten: Meine Homepage | Über Facebook, mein privater Account

Leider habe ich die „Obergrenze“ für Freundschaftsanfragen bei Facebook erreicht und kann nur selten neue Anfragen annehmen. Daher gibt es noch diese Seite, sie wird hauptsächlich von meinem Team geführt (deswegen gibt es dort sogar gelegentlich mehr Informationen)

Per Twitter: Ich persönlich | Mein Team

Natürlich können Sie meine politische Arbeit auch auf den Seiten von mut verfolgen. Auf der Homepage verlinken wir alle Social Media Kanäle unserer Partei, gerne können Sie sich auch dort für den Newsletter anmelden: mut-bayern.de


 

„Miss Homophobia“

„Miss Homophobia“ – den Preis gibt es jetzt zum vierten Mal.
Das, was ich bei jeder Rede zum Thema Gleichstellung gesagt habe: Die “Ehe für alle” ist nichts weiter als eine Frage der Gerechtigkeit. Niemand muss betroffen sein, um sich dafür einzusetzen…dass eine führende Politikerin wie Annegret Kramp-Karrenbauer zu so absonderlichen Vergleichen greift, ist tatsächlich auch verwunderlich, aber auch daneben. Ihr „gebührt” der Preis zurecht: „Enough is Enough“: AKK IST „MISS HOMOPHOBIA 2018“