Gender Pay Gap

In Sachen Lohngerechtigkeit was Neues?

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt: Nix Neues!
„Frauen hinken der Einkommensentwicklung rund 40 Jahre hinterher, da sie 2013 immer noch nicht das Niveau erreicht haben, das Männer in den 1970ern hatten.“
Der #EqualPayDay zeigt auf, bis zu welchem Tag Frauen aufgrund ungleicher Bezahlung statistisch unentgeltlich gearbeitet haben.
Mit 77 Tagen ist Deutschland kein Vorbild in der EU was Lohngerechtigkeit bei Frauen und Männern betrifft. Seit Jahren ist der Unterschied hier einer der höchsten in der EU.
Natürlich sind für den “unbereinigten” Wert die Gründe komplex und das eine bedingt das andere.
Es ist definitiv Zeit zu handeln! Ein Unding, dass der #GenderPayGap in Deutschland so hoch ist.

One Billion Rising 2019

Liebe Frauen, liebe Mädchen, liebe alle,
schön, dass wir heute – am Valentinstag wieder zusammengekommen sind – um kraftvoll gemeinsam aufzustehen!

Um gemeinsam ein Zeichen zu setzen! Gegen Gewalt und Ausbeutung von Frauen und Mädchen.
Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr für uns Frauen – seit 100 Jahren dürfen wir wählen, mitbestimmen, mitbestimmen, wie unsere Gesellschaft aussieht.
Ganz offenbar gibt es mehr wie genug zu tun für die Gleichstellung, dafür, dass Frauen genau die gleichen Chancen haben wie Männer – dafür, dass Frauen gewaltfrei leben können bzw. wenn ihnen Gewalt angetan wird, dass sie Hilfe finden – hier in Bayern, hier in diesem reichen Land.
Lasst uns gemeinsam die Ketten sprengen!

Unsere Aufgabe ist es – gemeinsam – Männer und Frauen dagegen aufzustehen. Nicht den Kopf in den Sand zu stecken!

Bei drei Vierteln der Hollywood Filme haben Männer mehr Redetext, in 15 Prozent aller Filme sprechen Männer mehr als 90 Prozent aller Sätze – Wenn es mehr Männer als Frauen in einer Gruppe gibt, sinkt die durchschnittliche Redezeit einer Frau um ein Viertel bis zu einem Drittel.

Trotz 100 Jahren Frauenwahlrecht – trotz Emanzipations-Kämpfe unserer Mütter – trotz #Aufschrei -trotz #metoo -Debatten: Frauen sind nicht sichtbar genug.

Der Frauenanteil im deutschen Bundestag ist drastisch gesunken. Er ist nun so niedrig wie zuletzt vor 21 Jahren, ähnlich düster ist es in Bayern.
Besonders düster sieht es in Bayern – nach wie vor – aus, wenn es um Prävention von Gewalt, um die Finanzierung von Frauenhäusern geht.
Bislang waren die Regierenden und das Parlament in Bayern nicht willens, genug Geld in die Hand zu nehmen, dass jede schutzbedürftige Frau einen Platz im Frauenhaus bekommen kann. Was erst ist von diesem neuen Landtag zu erwarten? In dieser Zusammensetzung??
Lasst uns gemeinsam aufstehen – uns wehren: laut und gern auch mal kreativ!

Bei Delikten innerhalb von Partnerschaften sind fast immer Frauen die Opfer. Eine unglaubliche Zahl – über die viel zu lange geschwiegen wurde – von der viel zu lange abgelenkt wurde, in dem hier bei uns immer nur die so genannten Ehrenmorde thematisiert und skandilisert werden und wurden: Alle drei Tage (!!) wird eine Frau von ihrem Expartner oder Partner getötet.

Ich kann es nur begrüßen, dass endlich eine Debatte um diese schreckliche, strukturelle Gewalt gekommen ist – ich hatte dies bereits vor vielen Jahren im Landtag thematisiert.
Und diese Debatte um die sogenannten Familiendramen, die eben keine sind – sondern strukturelle Gewalt an Frauen – die müssen wir – lauter – sichtbarer führen.

Heute, am Valentinstag sehen wir das hier und in vielen anderen Ländern – weltweit – es möglich ist, gemeinsam aufzustehen.
Ein friedlicher, dennoch gewaltiger, lauter, fröhlicher Protest für etwas, was selbstverständlich sein sollte: Der Respekt vor Frauen.
Der Grundsatz der Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Das Recht auf Freiheit und Unversehrtheit. Also das Fundament unserer Werteordnung und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Ich wünsche euch und uns einen tollen Tag heute, lasst uns gemeinsam tanzen, und dass unser Kampf für Frauenrechte so bunt, und fröhlich – weit über den Valentinstag hinaus zu hören und zu spüren ist.

Lasst uns gemeinsam die Ketten sprengen!


 

NN-Talk mit Barbara und Claudia Stamm

„NÜRNBERG – Wenn Politik in der Familie liegt: Die Mutter saß 42 Jahre lang für die CSU im Landtag, die Tochter acht Jahre für die Grünen. Barbara und Claudia Stamm sind unsere Gäste beim NN-Talk am 28. Februar. (…) Um die Rolle von Frauen in der Politik 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts wird es sicherlich auch gehen, wenn Claudia und Barbara Stamm zum NN-Talk kommen. Beide äußerten sich zuletzt häufig kritisch zu ihren (ehemaligen) Parteien. (…)“

Veröffentlicht am 05.02.2019  Quelle: Nordbayern.de Zum ganzen Artikel auf Nordbayern.de 

Ein früheres Gespräch zwischen meiner Mutter und mir, damals als ich noch nicht cyan, sondern grün war: „Es ging um Cannabis, Mutti“

Bei Stationen ging es vor allem um das Los-Lassen von der Berufspolitik, wobei das bei meiner Mutter und mir sehr, sehr unterschiedlich ist – verständlicherweise.  Doch sehen Sie selbst: Barbara und Claudia Stamm: Kann man Politik einfach loslassen?

 

 

 


 

100 Jahre Frauenwahlrecht – haben wir die Gleichberechtigung erreicht?

100 Jahre Frauenwahlrecht – haben wir die Gleichberechtigung erreicht?

Juristisch ist die Gleichberechtigung seit Jahren erreicht. Aber seien wir doch mal ehrlich! Kürzlich hat sich meine Tochter ein Getränk gekauft – auf diesem wurde die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen bemängelt. Was für ein Armutszeugnis ist das denn? Dass wir im 21.Jahrhundert immer noch darum kämpfen müssen, dass Frauen überhaupt – im Durchschnitt, aber eben auch in denselben Berufen – den gleichen Lohn wie Männer erhalten? Und dass inzwischen Getränkehersteller sich das zur Agenda machen (müssen)? Und in der Politik? Im Bund wie in Bayern gibt es jetzt weniger statt mehr weibliche Abgeordnete.

Wir reden hier aber nicht über einen Minderheitenschutz, sondern über gut die Hälfte der Bevölkerung. Also, wir alle sollten aktiv gegen den sogenannten Rollback sein. Kein Fußbreit rückwärtsgewandten Tendenzen!

Me-too steht für eines der vielen Probleme. Wir müssen über jede strukturelle Benachteiligung von Frauen reden – zum Beispiel über die nicht angemessene Repräsentation von Frauen in den Vorständen von Wirtschaftsunternehmen, in den höheren Etagen der Medien oder der Hochschulen. Um in all diesen Punkten Gleichberechtigung zu erhalten, braucht es eben auch klare gesetzliche Rahmenbedingungen.

Wenn wir aber über „me too“ sprechen wollen: „me-too“ sollte das Problem der Gewalt von Männern an Frauen sichtbar machen. Und das hat die Kampagne sicher auch ein Stück weit. Wobei man – ehrlich gesagt – erstaunt sein durfte, dass Menschen so erstaunt waren. Jede dritte Frau ist von Gewalt betroffen gewesen, dazu gibt es mannigfaltig Studien.

Wichtig ist: Die Frau als Opfer muss sichtbar sein, aber viel wichtiger ist: Der Fokus muss weg von der Frage, wie verhindert werden kann, dass Frauen Opfer von Gewalt werden, hin zur Frage, wie verhindert werden kann, dass Männer zu Tätern werden.

[Info: der Text wurde vorab in inFranken veröffentlicht: Was sagen Frankens Erfolgsfrauen zur Gleichberechtigung]


 

Fachgespräche 2018

Asyl, Polizeiaufgabengesetz, Psychiatrie”Hilfe”Gesetz, Autismus, gendergerechte Sprache – unterschiedlicher konnte das Jahr bei meinen Fachgesprächen mit Expert*innen kaum sein!
Aber so habe ich meinen Job als Abgeordnete eben verstanden….

 

 


 

Queere Stadtführung in München mit Claudia Stamm und Albert Knoll

Auf diesem etwas anderen Stadtspaziergang werden Albert Knoll (Forum Homosexualität München) und ich die geschichtsträchtigen Orte der queeren Community und das Mahnmal für die in der NS-Zeit verfolgten Schwulen und Lesben am Oberanger ansteuern. Neben der Verfolgung in der NS-Zeit wird aber auch die Lebenssituation und der Kampf der queeren Community für Gleichstellung und Akzeptanz bis in die Neuzeit thematisiert.
Der Stadtspaziergang beginnt am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz um 14:00 Uhr und endet am lesbischen Beratungszentrum (LeTRA) in der Angertorstraße.

Hier können die TeilnehmerInnen auf dem größten lesbischen Straßenfest Bayerns mit mir ins Gespräch kommen und gemeinsam den Beginn der Pride-Week feiern.

Ort: Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz
Datum und Uhrzeit: 7. Juli 2018 um 14 Uhr

Das Original – Queeres Vernetzungstreffen

 

 

Neuen Mut für queere Politik

Nein, mit der „Ehe für Alle“ ist nicht Schluss mit queerer Politik. Im Gegenteil: Wir alle spüren den massiven Roll-Back. Und viele Fragen sind bis heute ungelöst – insbesondere für Inter- und Transsexuelle.

„Das Original – Queeres Vernetzungstreffen“ weiterlesen

Liveübertragung für Geschlechtergerechtigkeit in den Landtag

Marlies Krämer ist eine mutige Frau mit einem klaren Anliegen. Seit 30 Jahren kämpft die heute 81-jährige für eine geschlechtergerechte Sprache. Auf Dokumenten und Formularen. Sie setzte durch, dass heute auch Inhaberinnen einen Reisepass erhalten und Hochdruckgebiete weibliche Namen bekommen. Mit ihrem jüngsten Anliegen, dass ihre Sparkasse auch Kundinnen auf ihren Formularen berücksichtigt, scheiterte sie gerade vor dem Bundesgerichtshof. Doch die streitbare Dame will weiter kämpfen. Das versicherte sie uns per Videoübertragung zu meinem Fachgespräch über geschlechtergerechte Sprache in den Landtag. „Liveübertragung für Geschlechtergerechtigkeit in den Landtag“ weiterlesen