15.Januar 2018

Claudia Stamm: „Rechtsextreme Denunzianten sind als Vormund ungeeignet“.

Sie stehen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes und vertreten ein rassistisches und fremdenfeindliches Weltbild: Die Identitären, ein Ableger einer rechtsextremen, französischen Bewegung, der sich in Deutschland vor allem bei Jugendlichen anbiedert. Nun rufen die Identitären Mitglieder und Gesinnungsgenossen auf, sich als Vormund für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge zu bewerben. Die Gruppierung will selbst künftige Vormunde schulen, damit sie von den Amtsgerichten bestellt werden. Deshalb warnt die bayerische Landtagsabgeordnete Claudia Stamm vor einer Unterwanderung durch Rechtsextreme. „Man kann davon ausgehen, dass dies keine Propagandalegende ist, sondern die Bewegung tatsächlich plant, Anhänger als Vormund bestellen zu lassen. Rechtsextreme dürfen keine Rolle in der Jugendpflege spielen. Deshalb müssen Amtsgerichte und alle im Vorfeld tätigen Behörden und Organisationen nun erst recht wachsam sein.“ Deren absurdes Unterfangen ist zudem nicht mit den Gesetzen vereinbar . „Als Vormund ist man zur Verschwiegenheit verpflichtet“. So, wie es die Gruppierung auf ihrer Homepage ankündigt, Informationen oder Verdächtigungen über einen Schutzbefohlenen einfach an Behörden weiterzuleiten, darf es in der Realität nicht funktionieren. Aber mit der Realität haben Identitäre ja ohnehin wenig am Hut“.  

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