5.Dezember 2017

Keine Angst vor HIV!

Es ist nun 36 Jahre her, dass das HI-Virus entdeckt wurde und etwa 20 Jahre, dass dank neuer Medikamente das Virus zwar nicht besiegt, ihm aber der tödliche Schrecken genommen werden konnte. Und trotzdem setzen die Behörden bis heute auf Maßnahmen, die aus der Anfangszeit der AIDS-Hysterie stammen, setzen auf Stigmatisierung und Diskriminierung wo ein Miteinander gefragt wäre.

Dazu gehört die Kennzeichnung von HIV-Positiven (und Menschen, die sich mit Hepatitits B oder C infiziert haben) im bundesweiten Informationssystem der Polizei INPOL mit dem Eintrag „ANST“ für „ansteckend“. 15.000 Positive in Bayern sind davon betroffen. Auf einem Diskussionsabend in der LMU, organisiert von den Münchener HIV-Positiven diskutierten wir darüber. Weil Betroffene sich oft nicht testen lassen und die Krankheit sich so im Verborgenen ausbreiten kann. Das eingeladene Innenministerium glänzte durch Abwesenheit, und der Vertreter des Münchener Polizeipräsidiums musste sich allein gegen viel Kritik und kritische Nachfragen schlagen. Es war ein guter Abend für alle Teilnehmer und ein noch besserer für fortschrittliche Politik.

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