7.Dezember 2017

3+2 und kein Ende.

Nach wie vor werden die 3+2-Regelungen (also jungen Geflüchteten eine Ausbildung plus zwei weitere Jahre in Deutschland zu ermöglichen) in Bayern sehr restriktiv umgesetzt. Und das, obwohl es eine bayerische Erfindung ist – darauf wies auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Landtag Michael Stenger hin, Gründer der Münchener SchlaU-Schule und Mitglied der Enquete Kommission des Landtags „Integration in Bayern aktiv gestalten und Richtung geben“.

https://www.youtube.com/watch?v=gaHlG9uC3kg

Der Schlau-Schule-Gründer berichtete von seinen Erfahrungen mit 3+2 und der Bedeutung von Arbeit und Bildung für die Integration. John Schulz von der Herzogsägmühle berichtete von seinen konkreten Behördenerfahrungen mit 5 Auszubildenden von denen mit Mühe am Ende 2 (oder 3??) mit ihrer Ausbildung im Herbst beginnen konnten. Währenddessen stapeln sich in meinem Büro  die Unterlagen von Betroffenen, die trotz Ausbildungsvertrag bzw. teilweise mehrerer Verträge nicht mit ihrer Lehre beginnen konnten. In der Zwischenzeit hat mich auch die tragische Nachricht erreicht, dass sich ein Asylsuchender, dessen Antrag abgelehnt wurde, versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Die Politik der bayerischen Staatsregierung ist nunmehr wirklich sehr unmenschlich geworden.

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