Antrag 17/16942 vom 16.05.2017:

Vielfalt akzeptieren! Queer-Beauftragte*n für Bayern ernennen

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, eine bzw. einen Queer-Beauf-tragte*n für Bayern zu ernennen. Diese bzw. dieser Beauftragte setzt sich für die Akzeptanz von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transi-denten und intersexuellen Menschen in Bayern ein und wirkt Homo- und Transphobie entgegen.
Das umfasst folgende Aufgaben:

─ Förderung des Dialogs von Politik und Verwaltung mit Vertreterin-nen und Vertretern des Sports, der Jugendverbände, der Kirchen, Religion und Musik sowie Migrantinnen- und Migrantenorganisati-onen;
─ Antigewalt- und Aufklärungsprogramme zur Akzeptanz queerer Lebensweisen;
─ Sensibilisierung von Polizei und Strafverfolgungsbehörden für ho-mophob motivierte Gewalt;
─ Aufbau und Pflege von Kooperations- und Vernetzungsstrukturen zwischen Organisationen der queeren Community in Bayern;
─ Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements für sexuelle Vielfalt und gegen homo- bzw. transphobe Diskriminierung.

Begründung:
Bayern hat eine Vielzahl von Beauftragten, doch niemand kümmert sich um die Belange der queeren Community. Mit der Benennung einer bzw. eines Queer-Beauftragten der Staatsregierung bekennt sich der Freistaat zu sexueller Vielfalt und zur Akzeptanz queerer Lebensweisen. Eine Queer-Beauftragte bzw. ein Queer-Beauftragter wird bayernweit systematisch bestehende Organisationen unterstüt-zen und gezielte Aufklärungsprogramme aufbauen. Die Notwendigkeit zeigt der jüngste Überfall auf einen Schwulen im Glockenbachviertel. Zudem ist bundesweit eine Zunahme gruppenfeindlicher Einstellun-gen, u.a. von Homo- und Transphobie, zu verzeichnen. Die Aktivitäten von Pegida und AfD sind ein Beleg dafür.

Hier geht es zum Antrag als PDF: 17_0016942

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