25.Oktober 2017

Neue Wege in der Pharmaforschung

Woran es der Politik häufig mangelt, wurde bei meinem Fachgespräch im bayerischen Landtag am 25.10.wieder einmal deutlich. Da trug die preisgekrönte Wissenschaftlerin Dr. Friesen vor, warum ihre Arbeiten Anlass zur Hoffnung für tausende Tumor-Erkrankte geben – und dass sie mit den Forschungen nicht weiterkommt. Wie dick die Bretter sind, die manchmal zu bohren sind, zeigt auch der Fall von Christoph Klein. Seit über 20 Jahren verhindern bayerische Behörden, dass das von ihm erfundene Inhaliergerät auf den Markt kommt.Ob dieses Vorgehen rechtswidrig ist, muss nun in letzter Instanz der Europäische Gerichtshof entscheiden – hoffentlich geschieht dies bald.

Weil das Medikament „Methadon“, das im Mittelpunkt der Untersuchungen von Frau Dr. Friesen steht, nicht in den deutschen Forschungs- und Medizinbetrieb passt, werden ihre Forschungen nicht gefördert, sondern eher behindert. Pharmafirmen haben offenbar an dem Billigpräparat, für das die Patente längst ausgelaufen sind, kein Interesse. Für mich das Fazit: Der deutsche und auch der bayerische Forschungsbetrieb ist bei weitem nicht so innovativ wie stets unterstellt. Stattdessen gehen Unternehmen, Universitätsklinika und Behörden viel zu oft eine Allianz ein, die nicht im Sinne der Patientinnen und Patienten ist. Nicht zuletzt warte ich seit Wochen auf eine Antwort auf meine Anfrage zum Thema…auch hier ist die Exekutive mal wieder total im Verzug.

Schriftliche Anfrage Pharmaforschung

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