5.Oktober 2017

Fachgespräch am 24.10.17 im Bayerischen Landtag: Neue Wege in der Pharmaforschung

Keine neuen Alternativen für Antibiotika. Kaum Forschung bei Tropenkrankheiten, fehlende Unterstützung für alternative Konzepte. Kaum eine Industrie agiert so global wie die der Pharma, und keine Industrie ist so wenig reglementiert. Das musste einst auch Horst Seehofer einsehen, der in diesem Punkt als Bundesgesundheitsminister grandios scheiterte. In meinem nächsten Fachgespräch im Bayerischen Landtag, am Dienstag, den 24.10. zeige ich anhand konkreter Beispiele, welche Konsequenzen dies für BürgerInnen und Gesellschaft hat.

Beispiel Methadon: Studien und experimentelle Forschung deuten darauf hin, dass das Opioid Wirkung von Medikamenten zur Krebstherapie positiv beeinflusst. Doch anstatt die Forscherin Dr. Claudia Friesen zu unterstützen, wird sie bekämpft. Der Erfinder Christoph Klein kämpft seit knapp 30 Jahren darum, einen neuen Inhalator auf den Markt bringen zu können, der Asthmakranken schneller und besser Hilfe bringt. Behörden und die Industrie hindern ihn daran, nun geht sein Prozess vor dem EuGH in die letzte Runde. Ziel des Fachgespräches ist es, mit BürgerInnen und Unternehmensvertretern nach neuen Wegen zu suchen, die den gesellschaftlichen Einfluss auf die Forschung erhöhen. Denn auch wenn Medikamente ausnahmslos von der Industrie hergestellt und entwickelt werden, der Staat übernimmt nach Expertenschätzungen etwa die Hälfte der hohen Forschungs- und Entwicklungskosten. Genug, damit wir etwa über die bayerischen Universtätsklinika ein Mitspracherecht bei Forschungsaufgaben und Medikamentenentwicklung bekommen. Im bayerischen Landtag habe ich eine entsprechende Anfrage eingebracht.

Interessierte können am Fachgespräch gerne teilnehmen. Bitte meldet Euch wegen der begrenzten Plätze über buero@stamm-bayern.de an.

Hier geht es zum Flyer: Flyer Fachgespräch_Neue Wege in der Pharmaforschung

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