5.Oktober 2017

Denkmalschutz und Recht kommen unter die Räder

Die bayerische Landeshauptstadt braucht Wohnraum. Die Miet- und Wohnungspreise erreichen Höchststände. Das lockt Spekulanten an, die auch vor üblen Methoden nicht zurück schrecken. So riss einfach in einer „Nacht- und Nebelaktion“ ein Baggerfahrer ein denkmalgeschütztes Haus in Giesing ab – zurück bliebe die ungesicherte Bauruine. Ein Skandal, der so dreist zwar auch in München seinesgleichen sucht, doch auch sonst hat der Denkmalschutz in München einen schweren Stand gegen Gentrifizierung und Bauträgerambitionen. 

Denn dank des Einschreitens eines engagierten Bürgers, der sich dem Bagger zunächst in den Weg stellte, wusste der Abrissunternehmer genau was er tat. Doch offensichtlich konnten ihn und seine Auftraggeber die drohenden Konsequenzen des bayerischen Denkmalschutzes nicht abhalten. Die Strafen sind oft viel zu niedrig, der Gewinn viel zu hoch. Das kam auch deutlich bei der Sitzung des Bezirksausschusses, bei der ich war, heraus. Deshalb habe ich ganz in diesem Sinn eine Anfrage im Landtag gestellt – mit dem Ziel von den obersten Behörden zu erfahren, wie man verhindern kann, dass am Ende Gesetzesverstöße noch belohnt werden.

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