28.Juni 2017

Pressemitteilung „Am kommenden Freitag kann der Bundestag Geschichte schreiben.“

„Ich werde, sobald das hoffentlich positive Ergebnis bekannt ist, ein Glas Sekt zu den Klängen von Bohemian Rhapsody in der Deutschen Eiche in München auf alle schwullesbischen AktivistInnen trinken.“

Mit der Verabschiedung geht eine Ära der Diskriminierung in Deutschland zu Ende.

Foto: Hajü Staudt

„Wenn am Freitag der Bundestag für die gleichgeschlechtliche Ehe stimmt, dann ist dies ein Grund zum Feiern“ sagt Claudia Stamm. Es ist nicht der Verdienst des wahltaktischen Kalküls von Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der Hinhaltetaktik der SPD, sondern von Menschen wie Hilda Radusch, Rosa von Praunheim oder Volker Beck. Nach dem unrühmlichen Vorspiel in den letzten Monaten hoffe ich, dass die Abstimmung am Freitag – mit einer deutlichen Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe – zu einem echten Feiertag für Deutschland und die schwul-lesbische Community wird. Gleichberechtigung und jeder Verzicht auf sexuelle Diskriminierung sind seit 1949 Grundrechtsgebot in Deutschland.

Und trotzdem war es ein langer Weg von der Abschaffung des § 175 StGB und der erst unlängst beschlossenen Anerkennung des begangenen Unrechts an homosexuellen Männern. Die Anerkennung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft brachte große Fortschritte, aber mit der Klarstellung durch das Bundesverfassungsgericht eben nicht die wirkliche Gleichstellung homosexueller Paare in Deutschland. Dazu Claudia Stamm: „Erst wenn der Bundestag den Gesetzesentwurf am Freitag billigt, wird diese unrühmliche Geschichte der Ungleichheit und Ungerechtigkeit in Deutschland zu Ende gehen.“

Claudia Stamm lädt aus diesem Anlass die ersten 50 Mitfeiernden der Community auf einen Sekt zum Mitanstoßen in der Deutschen Eiche ein.

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