16.Mai 2017

Vielfalt akzeptieren – Queer-Beauftragte*n für Bayern: IDAHOT: Endlich auch in Bayern Strukturen für Anti-Diskriminierung

Bayern hat eine Vielzahl von Beauftragten, doch niemand kümmert sich um die Belange der queeren Community. Mit der Benennung einer/eines Queer-Beauftragten der Staatsregierung bekennt sich der Freistaat zu sexueller Vielfalt und zur Akzeptanz queerer Lebensweisen. Pressemitteilung: Vielfalt akzeptieren – Queer-Beauftragte*n für Bayern

Eine/ein Queer-Beauftragte/Beauftragter wird bayernweit systematisch bestehende Organisationen unterstützen und gezielte Aufklärungsprogramme aufbauen. Die Notwendigkeit zeigt der jüngste Überfall auf einen Schwulen im Münchner Glockenbachviertel. Zudem ist bundesweit eine Zunahme gruppenfeindlicher Einstellungen – u.a. von Homo- und Transphobie – zu verzeichnen. Die Aktivitäten von Pegida und AfD sind ein Beleg dafür.

Deshalb habe ich heute diesen Antrag an die Bayerische Staatsregierung gestellt

 Vielfalt akzeptieren_Antrag Claudia Stamm_160517 

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, eine Queer-Beauftragte*n für Bayern zu ernennen. Diese bzw. dieser Beauftragte setzt sich für die Akzeptanz von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transidenten und intersexuellen Menschen in Bayern ein, und wirkt Homo- und Transphobie entgegen.

Das umfasst folgende Aufgaben:

  • Förderung des Dialogs von Politik und Verwaltung mit Vertreterinnen und Vertretern des Sports, der Jugendverbände, der Kirchen, Religion und Musik sowie Migrantinnen- und Migrantenorganisationen;
  • Antigewalt- und Aufklärungsprogramme zur Akzeptanz queerer Lebensweisen;
  • Sensibilisierung von Polizei und Strafverfolgungsbehörden für homophob motivierte Gewalt;
  • Aufbau und Pflege von Kooperations- und Vernetzungsstrukturen zwischen Organisationen der queeren Community in Bayern;
  • -Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements für sexuelle Vielfalt und gegen homo- bzw. transphobe Diskriminierung.

 

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