19.Juni 2016

Mit einer nepalesischen Menschenrechtsaktivistin in der JVA Aichach

01-JVA-AichachAuf ihrem Gegenbesuch in Europa machte die Gründerin und Leiterin der Organisation „Prisoners Assistance Nepal“ Indira Ranamagar Halt in Bayern. In ihrer Heimat kämpft die Menschenrechtsaktivistin vor allem gegen das in nepalesischen Gefängnissen herrschende Elend und die Ungerechtigkeit. Inhaftierte Frauen werden meist in einen einzigen großen Raum gepfercht, wo sie auf dem Boden schlafen müssen – wer dort keinen Platz mehr findet, dem bleibt nur noch die Wahl, im Freien zu schlafen. Besonders arg trifft es Mütter mit ihren Kleinkindern – die Bilder und Eindrücke aus dem Frauengefängnis von Kathmandu, das wir mit Indira Ranamagar während der Weltfrauenkonferenz besichtigen konnten, werde ich so schnell nicht vergessen können.
Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Simone Strohmeyer wollten wir der bereits mit dem „Ambassador for Worldpeace“ und dem „Kindernobelpreis“ ausgezeichneten Nepalesin einen Einblick in eine deutsche Strafanstalt für Frauen geben und organisierten eine Führung durch die JVA Aichach. Besonders begeistert war sie von der Mutter-Kind-Abteilung – kein Wunder, denn in Nepal kümmert sich in Haftanstalten niemand um die Kinder von Gefangenen. Weil diese ab fünf Jahren nicht mehr bei ihren Müttern im Gefängnis bleiben dürfen, bietet ihnen die private Organisation ein Haus und eine Zukunft. So unterhält Indira Ranamagar mehrere Kinderheime und Schulen, in denen Kindern von inhaftierten Frauen grundlegende Fähigkeiten etwa in Landwirtschaft und Handwerk vermitteln bekommen – eine gute Grundlage für eine gute Zukunftsperspektive, mit der gleichzeitig die Kriminalitätsrate sinkt. Und Hoffnung auf einen Wandel

Weitere Infos: Indira Ranamagar Prisoners Assistance Nepal

 

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