20.Juni 2016

Erinnerungskultur. Besuch der Gedenkorte Hersbruck und Happurg

auf dem Foto, von links: Christian Puppa, Jörg Skribeleit, Bgm. Bernd Bogner, Ferdinand Rosenbauer, MdL Claudia Stamm, MdL Jürgen Mistol (Foto: Eyrich)

Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Jürgen Mistol und den Grünen vor Ort konnten wir uns heute ein Bild machen von den im Januar 2016 eröffneten Dokumentationsorten Hersbruck und Happurg. Mit innovativen Konzepten und Ausstellungen ermöglichen die beiden Gedenkstätten eine moderne Erinnerungskultur, die besonders bei jungen Menschen ankommt – und das ist wichtig!

Während Jörg Skriebeleit, Leiter der Gedenkstätte Flossenbürg, uns fachkundig durch das Gelände führte, berichtete Happurgs Bürgermeister Bernd Bogner über den Werdegang des Projekts bis zu den Stehlen am Südring. Fast 10.000 Häftlinge durchlitten das KZ-Außenlager in Hersbruck. Das Denkmal „Ohne Namen“ des Künstlers Vittore Bocchetta, der das KZ überlebte, ist ebenso beeindruckend wie der große Bohrhammer und die authentischen Berichte aus der sprechenden Vitrine. Auch die unzähligen, auftauchenden und wieder verschwindenden Namen der Häftlinge, von denen nur wenige eine Geschichte haben.

Anhand der Weite der „Sichtachse“ nach Hersbruck kann man ermessen, welche Strapazen selbst der Fußmarsch für die Häftlinge bedeutet haben muss. Diese schrecklichen Erinnerungen für alle Generationen wachzuhalten und gerade in schwierigeren Zeiten mahnend zu bedenken, dass es nie wieder so weit kommen darf und dass wir selbst es in der Hand haben, die Welt gerecht zu gestalten, halte ich – gerade in Zeiten wie diesen – für äußerst wichtig und unverzichtbar!

BR 25.01.16: KZ-Häftlingen Gesicht und Stimme geben
Gedenkstätte Flossenbürg

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