28.März 2016

Überarbeitete Regeln für den Sexualkundeunterricht kommen

Foto: © styleuneed - Fotolia.com

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Kaum zu glauben, aber die letzte Reform des Aufklärungsunterrichts an bayerischen Schulen liegt ganze 14 Jahre zurück. Im März ging es endlich im Bildungsausschuss um den von mir initiierten Bericht der Staatsregierung zum aktuellen Stand des Sexualkunde-Unterrichts an bayerischen Schulen. Dass daraufhin der Freistaat jetzt die Richtlinien für Familien- und Sexualerziehung überarbeitet hat, ist gut so. Endlich macht man sich an die längst überfällige Überarbeitung des Sexualkunde- und Aufklärungsunterrichts an bayerischen Schulen. Und die begrüße ich wie Eltern- und Lehrerverbände mit einem lauten Aufatmen…

Begrüßenswert ist die Überarbeitung vor allem im Hinblick auf Aufklärung und Prävention vor sexuellem Missbrauch, und auch die sexuelle Vielfalt ist nun ein Aspekt in der neuen Richtlinie. Dennoch hätte man weitergehen müssen, neue Familienkonzepte, schwule und lesbische Elternpaare, neue Geschlechterbilder, Tans- und Intersexualität, also Gender- und Rollenbegriffe mehr Raum geben müssen. Viele Fragen von SchülerInnen werden damit wohl auch weiterhin in der Schule offen bleiben…

Schade, denn Sexualkundeunterricht sollte ein Klima der Akzeptanz und Offenheit gegenüber allen sexuellen Orientierungen und Lebensformen schaffen. Wir Grünen plädieren auch dafür, dass wieder verstärkt externe Experten als Ansprechpartner rund um das Thema Sexualität an die Schulen kommen sollen, die den Sexualkundeunterricht übernehmen. Und vor allem ist die 9. Klasse zu spät, um etwas über queere Lebensformen zu erfahren.

Antrag Bericht Sexualerziehung

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