30.März 2016

Pressemitteilung: „Viele würden gern ein Zimmer vermieten“ – Claudia Stamm ruft Bürgerinnen und Bürger auf, Wohnraum für Geflüchtete anzubieten

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Die Kommunen bewältigen eine Mammutaufgabe, das ist ganz offensichtlich: Ankommende Geflüchtete werden meist in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Wenn ein Asylantrag genehmigt wird, der Fluchtgrund also von den deutschen Behörden anerkannt wird, müssen sie aus der Gemeinschaftsunterkunft ausziehen und brauchen eine Wohnung. Zuständig sind dann Städte und Gemeinden – wenn auch die Integrationsaufgabe eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung bleibt.

Pressemitteilung: Wir müssen alle Mittel und Kräfte mobilisieren, um die derzeitige Wohnungsnot zu lindern. Günstige Wohnungen sind jedoch Mangelware, hier hat der Staat lange seine Hausaufgaben nicht gemacht. So bleiben viele Menschen, die eigentlich ausziehen könnten, trotz Anerkennung nach wie vor in Sammelunterkünften wie Traglufthallen.

Deshalb ruft die Landtagsabgeordnete Claudia Stamm dazu auf, freien Wohnraum an die Rathäuser zu melden. „Viele Bürgerinnen und Bürger in Bayern wohnen alleine in einer großen Immobilie und hätten Platz und den guten Willen, eine Person aufzunehmen. Kreative Lösungen sind gefragt. Gerade ältere, hilfsbereite Menschen scheuen allerdings den bürokratischen Aufwand. Daran darf es nicht scheitern!“, so die Abgeordnete. „Hier müssen die Behörden helfen.“

Anerkannte Asylbewerberinnen und -bewerber dürfen längst arbeiten und können so für den eigenen Lebensunterhalt sorgen. „Bei den wenigen Geflüchteten, die bisher privat untergebracht sind, merkt man, wie schnell sie in deutscher Gesellschaft unsere Sprache lernen und den Alltag meistern. Es gibt hier so schöne Beispiele gegenseitiger Hilfe wie Unterstützung beim Einkaufen oder Begleitung für ältere Leute. Viele Rentnerinnen und Rentner würden gern leerstehende Zimmer in ihrem Haus anbieten. Freie Zimmer in Wohngemeinschaften oder Einliegerappartements für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen, würde beide Seiten im wahrsten Sinne des Wortes bereichern“, so Stamm.

Hier geht es zur Kampagne „Platz da! Privates Wohnen für Geflüchtete“

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