25.September 2015

Als Konzept: Respekt und Anerkennung statt „Toleranz“

Über „Toleranz“ sollte ich reden – über „Respekt und Anerkennung“ habe ich hauptsächlich geredet, beim Kolpingwerk in Eichstätt. Es war eine tolle Atmosphäre im Spiegelsaal der Residenz. Toleranz – ein eigentlich, weicher Begriff, weil er – wenn man ihn wörtlich nimmt – bedeutet, jemand anderen zu erdulden…

.Eichstätt

„Talk im Gespräch“ mit Anita Hirschbeck, Foto: Alexander Gerberich, Eichstätt, 22.09.15.

 

Für mich überwiegt – und das ist gerade im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingen entscheidend – beim Wort Toleranz der negative Beigeschmack, so was wie Erdulden, Erleiden. Das ist auch der Grund, warum „Toleranz“ nicht in meinem Sprachgebrauch zu finden ist, und ich stattdessen mit den Wörtern „Respekt“ und „Anerkennung“ arbeite. Erst wenn Toleranz mehr ist als eine bloße „Duldung“, dann nämlich, wenn es ums Miteinander geht, wenn ein wirkliches Interesse am anderen besteht, erst dann erhält „Toleranz“ ein „Ja zur Freiheit“. Es war spannend mitzubekommen, wie diese Diskussion Wiederhall und Zustimmung bei den ZuhörerInnen fand.

Zuvor interviewte mich der Radiosender des Bistums Eichstätt, in dem ich von der schwierigen Vereinbarkeit von Karriere und Familie und dem stressigen und sehr spannenden Alltag als Abgeordnete berichtete.

 

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