11.Juli 2014

Ein „sicherer“ Gipfel im Einklang mit der Natur?

Der Haushaltsausschuss informiert sich in Elmau

Es wird ein Mega-Ereignis werden – nicht nur für Oberbayern, wenn sich Pfingsten 2015 die mächtigsten Staatsoberhäupter auf Schloss Elmau in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen zum G7 Gipfel treffen – oder G8, je nachdem, wie sich die Beziehung mit Russland weiter entwickelt.

P1040942

„Zugegeben, die landschaftliche Kulisse ist ein Traum, das Schloss Elmau ein Luxushotel aus dem Bilderbuch… und alle Beteiligten scheinen nicht müde zu werden in ihrer Beteuerung, dass der Gipfel mit minimalsten Eingriffen in die Gebirgslandschaft auskommen wird und der Naturschutz sowie die Interessen der Bevölkerung aber auch der Landwirtschaft ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Welche Opfer die Region letztlich aber bringen muss, ist für mich noch gar nicht abzusehen. Denn weder steht die Finanzierung noch das Sicherheitskonzept und die derzeitigen Baumaßen dürften erst ein kleiner Anfang sein. Dass ‚Elmau leicht zu schützen ist‘, davon konnte mich auch das Gespräch vor Ort mit dem Landrat, dem Schlossherrn und den Bürgermeistern der drei betroffenen Gemeinden nicht überzeugen. Für mich liegt es auf der Hand, dass für die notwendige Sicherheit und die erforderliche Infrastruktur in dem kleinen Talkessel noch so mancher – und bisher nicht einmal angedachte – Eingriff nötig sein wird. Denn auch in Elmau müssen wir wie bei allen vorangegangenen Gipfeln mit starken Gegendemonstrationen rechnen. Ich bin gespannt, wie man auf den (lediglich) zwei Zufahrtsstraßen die offensichtliche Sicherheitslücke noch schließen wird. Eine Frage sei auch noch erlaubt: Wieso muss eigentlich der Gipfel (alle acht Jahre) an einem anderen Ort in Deutschland stattfinden – und dann wie in Heiligendamm einen Zaun in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags zurücklassen?“

Zurück zur Übersicht