6.Dez.2013

Grüne sehen den Tourismus im Chiemgau positiv!

“Dem Tourismus im Chiemgau eine Zukunft geben” war das Thema der Podiumsdiskussion in Bernau der GRÜNEN aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein mit regionalen Tourismus-Experten.

Landratskandidat und Kreissprecher der GRÜNEN in Traunstein, Sepp Hohlweger aus Rupolding, brach eine Lanze für die Kleinvermieter. Der Gast suche heute einen Erholungsurlaub, mit Entspannung und persönlicher Betreuung. Dies bieten am besten die Kleinvermieter. Die Kleinvermieter könnten aber durch eine Vernetzung und bessere Schulung noch gestärkt werden.
Die Werbung für den Chiemgau muss endlich gebündelt werden, so Hohlweger. Der Zusammenschluss der beiden Tourismusverbände Chiemsee Alpenland in Rosenheim und “Chiemgau“ in Traunstein muss nach der Kommunalwahl zügig erfolgen!

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Das konnte Thomas Reitmaier vom Verband “Urlaub auf dem Bauernhof” nur unterstreichen. Die Bauern hätten sich bereits vor einiger Zeit rund um den Chiemsee zusammengeschlossen und damit ihre Marke für die Region erfolgreich platziert. Die Übernachtungszahlen sind gestiegen und die Verwaltung wurde vereinfacht.

Auch der Bayerische Hotel-und Gaststättenverband arbeite in der Region Rosenheim/Traunstein bereits gut zusammen, berichtete deren Sprecher Peter Stocker, Hotelier aus Seebruck. Nur ausreichend groß gebündelte Angebote, wie z.B. eben unsere gesamte Region, könnten sich auf dem unübersichtlichen Tourismus-Markt profilieren und bestehen.

Der Bernauer Bürgermeisterkandidat Hartl Hinterholzer kann sich für Bernau noch einige Verbesserungen vorstellen, von Lagerfeuerplätzen bis Inselschwimmen brachte er einige konkrete Ideen. Für den Tourismus aber auch für die Bürger ist die Lärmbelastung derzeit ein sehr großes Problem das der Erholung entgegensteht. Lärm macht krank. Daher müssen sich die Gemeinden hier noch viel entschiedener für Verkehrskonzepte engagieren die keinen oder weniger Lärm verursachen. Hartl Hinterholzer wies noch auf ein besonderes Markenzeichen im Chiemgau hin: die eigene Währung „Chiemgauer“. Diese könnte auch für den Tourismus eingesetzt werden und ist einmalig in ganz Europa.

Die Landtagsabgeordnete Claudia Stamm warf einem Blick auf die zum Teil fragliche Tourismusförderung für bayerische Skigebiete im Freistaat und moderierte anschließend die lebhafte Diskussion. Vom Publikum kamen einige interessante Ideen wie einer Umbenennung der Ausfahrt Felden in „Bernau-Chiemsee“ – „Felden kennt keine Sau!“. Und der Anregung eines touristischen Hinweisschildes auf der Autobahn für die „Erholungsregion Chiemsee“. Außerdem wurden die behördlichen Auflagen und Schwierigkeiten für ein bäuerliches Hoffest beklagt.
Die Podiumsteilnehmer bekamen von den Grünen anschließend einen kleinen Regionalkorb als Dankeschön für Ihre Teilnahme.