28.August 2013

INKLUSION – Grüne Wege zur sozialen Gerechtigkeit

Claudia Stamm, MdL, Bezirksrätin Petra Tuttas und Bezirkstagskandidat Stefan Sandor diskutierten am 26. August mit vielen Interessierten in Stamms Münchner Bürgerbüro, dem „Grünen Salon“ in der Tegernseer Landstraße das Thema Inklusion.

„Inklusion als politisches Ziel nehmen viele für sich in Anspruch. Es ist eine Herausforderung, der sich die CSU nicht stellt. Anstatt mehr Mittel bereitzustellen, wurden Mittel sogar gekürzt. Ein Bekenntnis zur Inklusion sieht anders aus“, so Landtagsabgeordnete Claudia Stamm zu Beginn der Veranstaltung. Inklusion heißt, dass Menschen, die Gefahr laufen sozial diskriminiert werden nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden dürfen. Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund aber auch alleinerziehende Eltern gehören zu den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Sie haben auch ein erhöhtes Armutsrisiko.

„Wir Grünen im Bezirkstag arbeiten intensiv am Thema. Menschen mit Behinderung brauchen endlich mehr Selbstbestimmung. Deshalb fordern wir einen Aktionsplan, der gemeinsam mit den Menschen mit Behinderung erarbeitet und umgesetzt werden soll.“ erläuterte Bezirksrätin Petra Tuttas.

Bezirkstagskandidat Stefan Sandor fügte hinzu: „Wir brauchen einen neuen Blick, weg von der individuellen Beeinträchtigung. Es sind die gesellschaftlichen Hindernisse, die Barrieren, die Menschen behindern. Diese Barrieren gilt es Stück für Stück zu beseitigen.“

In der Diskussion wurde die inflationäre Verwendung des Begriffs der Inklusion kritisiert. Häufig würden herkömmliche Angebote der Behindertenhilfe, wie Werkstätten für Menschen mit Behinderung, mit diesem Etikett versehen. Dies führe auf die Dauer zur Verwässerung dessen, was Inklusion meine: Eine Gesellschaft, in der alle von Anfang an gleichberechtigt zusammenleben.

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